Ein Online Minijob ist für viele der erste Gedanke, wenn das Gehalt nicht ganz reicht: ein paar Stunden pro Woche von zuhause arbeiten, mit festem Lohn und ohne Arbeitsweg. Solche Stellen gibt es tatsächlich, im Kundenservice, beim Schreiben von Texten oder in der Betreuung von Onlineshops.
Wer schon einen Hauptjob hat, sollte vorher zwei Dinge wissen: welche Regeln für einen Minijob neben dem Beruf gelten und wo diese Form des Zuverdiensts an ihre Grenzen stößt. Beides findest du in diesem Ratgeber, dazu die typischen Aufgaben, gute Anlaufstellen für die Suche und Hinweise für Österreich und die Schweiz.
Am Ende zeige ich dir einen zweiten Weg, den ich selbst gegangen bin: ein eigenes Nebeneinkommen, das nicht an Stunden und Verdienstgrenzen hängt.
Was ist ein Online Minijob?
Ein Online Minijob ist ein ganz normaler Minijob, bei dem du die Arbeit am Computer oder Smartphone von zuhause erledigst. Du bist bei einem Unternehmen angestellt, hast einen Arbeitsvertrag und einen festen Stundenlohn, und dein Arbeitgeber meldet dich an. Offiziell heißt das in Deutschland wie in Österreich geringfügige Beschäftigung.
Hier liegt der Unterschied zu vielen Angeboten, die im Internet unter dem gleichen Begriff laufen. Wer sich auf einer Plattform für Microjobs registriert, Texte über einen Marktplatz verkauft oder an bezahlten Umfragen teilnimmt, hat keinen Minijob. Das sind selbständige Einnahmen, für die du selbst verantwortlich bist. Beides kann sinnvoll sein, du solltest nur wissen, wonach du gerade suchst.
Ein Online Minijob passt zu dir, wenn du jeden Monat verlässlich etwas dazuverdienen willst und dir feste Arbeitszeiten nichts ausmachen. Suchst du eher eine Stelle mit mehr Stunden, etwa in Teilzeit im Homeoffice, findest du die Möglichkeiten im Überblick zu Online Jobs von zuhause.
Minijob online von zuhause: Diese Regeln gelten
Für einen Online Minijob gelten dieselben Regeln wie für jeden anderen Minijob. Sie unterscheiden sich je nach Land deutlich, und die Grenzen werden regelmäßig angepasst. Die Tabelle zeigt den aktuellen Stand.
| Land | Grenze | Neben dem Hauptjob | Gut zu wissen |
|---|---|---|---|
| Deutschland | 603 Euro im Monat | Ein Minijob bleibt für dich abgabenfrei, jeder weitere wird mit dem Hauptjob zusammengerechnet. | Die Grenze steigt mit dem Mindestlohn. Rentenversicherung mit Befreiung auf Antrag. |
| Österreich | 551,10 Euro im Monat | Möglich, die Sozialversicherung verlangt aber Beiträge auf den Zuverdienst nach. | Die Nachzahlung kommt oft erst im Folgejahr. |
| Schweiz | Kein Minijob im deutschen Sinn | Bis 2.500 Franken im Jahr pro Arbeitgeber werden AHV-Beiträge nur abgerechnet, wenn du das verlangst. | Für Arbeit im Privathaushalt gilt diese Ausnahme nicht. |
Deutschland
Die Verdienstgrenze ist an den Mindestlohn gekoppelt. Steigt er, steigt auch die Grenze, damit ein Minijob weiterhin rund zehn Stunden pro Woche umfasst. Neben deinem Hauptjob darfst du genau einen Minijob haben, ohne dass für dich Abgaben anfallen. Einzige Ausnahme ist die Rentenversicherung: Dort zahlst du einen kleinen Anteil selbst, kannst dich auf Antrag aber davon befreien lassen.
Zwei Punkte übersehen viele. In den meisten Arbeitsverträgen steht, dass du eine Nebentätigkeit deinem Arbeitgeber melden musst, und ein kurzes Gespräch vorab erspart dir später Ärger. Bei deinem eigenen Arbeitgeber ist ein Minijob neben der Hauptstelle außerdem nicht möglich, weil beide Tätigkeiten dann als eine Beschäftigung zählen.
Österreich
Ein geringfügiger Job neben einer Vollzeitstelle ist erlaubt. Weil dein Einkommen insgesamt aber über der Geringfügigkeitsgrenze liegt, schreibt dir die Sozialversicherung nachträglich Beiträge für den Zuverdienst vor. Diese Vorschreibung kommt oft erst im Folgejahr. Leg deshalb von Anfang an einen Teil des Geldes zur Seite.
Schweiz
Den Minijob als eigene Kategorie gibt es in der Schweiz nicht. Jede Anstellung ist grundsätzlich AHV-pflichtig, auch eine kleine. Bei geringen Löhnen bis 2.500 Franken im Jahr pro Arbeitgeber werden die Beiträge aber nur abgerechnet, wenn du das verlangst. Für Arbeit in Privathaushalten und in einigen Kulturbereichen gilt diese Ausnahme nicht.
Diese Online Minijobs gibt es
Die meisten Stellen für einen Online Minijob fallen in sechs Bereiche. Einige brauchen Vorkenntnisse, für andere reicht eine kurze Einarbeitung.
Kundenservice per Chat und E-Mail
Du beantwortest Fragen von Kunden eines Onlineshops oder Softwareanbieters. Gut für den Quereinstieg, oft mit festen Schichten am Abend oder am Wochenende.
Texte schreiben
Produktbeschreibungen, Newsletter oder Blogartikel für Agenturen und Shops. Gefragt sind ein gutes Sprachgefühl und Zuverlässigkeit bei Terminen.
Social Media für kleine Firmen
Beiträge planen, Kommentare beantworten, Reichweite im Blick behalten. Gesucht bei Handwerksbetrieben, Praxen und Läden ohne eigene Marketingabteilung.
Onlineshop und Datenpflege
Artikel anlegen, Preise und Bestände aktualisieren, Bestellungen prüfen. Ruhige Arbeit, die sich gut in feste Abendstunden legen lässt.
Virtuelle Assistenz
Termine koordinieren, E-Mails vorsortieren, Rechnungen vorbereiten. Passt zu dir, wenn du gern organisierst und Selbständigen den Rücken freihältst.
Nachhilfe und Übersetzungen
Wenn du ein Fach oder eine Sprache wirklich beherrschst, unterrichtest du per Video oder übersetzt für Agenturen, meist nach einer Probeaufgabe.
Gemeinsam ist allen diesen Online Minijobs, dass du Zeit gegen einen Stundenlohn tauschst. Das ist ehrlich und planbar. Wie viel am Monatsende herauskommt, hängt dann aber allein an den Stunden, die du leistest.
Minijobs online finden: So gehst du vor
Einen Online Minijob findest du am schnellsten, wenn du gezielt filterst, statt dich durch allgemeine Angebote zu klicken.
Jobsuche der Arbeitsagentur. In der Jobsuche der Bundesagentur für Arbeit kannst du nach Minijob und nach Heimarbeit filtern. In Österreich bietet die Jobsuche des AMS dasselbe für geringfügige Stellen.
Große Jobportale. Such nach Begriffen wie „Minijob Homeoffice“, „Minijob remote“ oder „geringfügig Homeoffice“ und speichere die Suche, damit du neue Stellen per E-Mail bekommst.
Direkt anfragen. Kleine Agenturen, Onlineshops und Praxen in deiner Region schreiben solche Stellen oft gar nicht aus. Eine kurze E-Mail mit dem, was du kannst, und den Stunden, die du anbietest, führt manchmal schneller zum Ziel als zehn Bewerbungen über Portale.
Ein echter Online Minijob kostet dich nichts. Verlangt jemand vor dem Start Geld für Unterlagen, ein Startpaket oder eine Schulung, ist das keine Anstellung. Seriöse Arbeitgeber schließen einen Vertrag mit dir und melden dich an, in Deutschland bei der Minijob-Zentrale. Bei einem eigenen Projekt sieht das anders aus, dort ist es normal, in Wissen zu investieren. Dazu mehr weiter unten.
Microjobs und Umfragen: kein Minijob, aber ein Zubrot
Eine Alternative zum Online Minijob ohne festen Arbeitgeber sind Plattformen für Microjobs. Dort erledigst du kleine Aufgaben wie das Prüfen von Suchergebnissen, das Einordnen von Bildern oder kurze Texte und wirst pro Aufgabe bezahlt. Wann und wie viel du arbeitest, bestimmst du selbst. Dafür bist du selbständig: Eine feste Bezahlung gibt es nicht, und die Einnahmen gibst du in deiner Steuererklärung an.
Ähnlich ist es mit bezahlten Umfragen. Sie ersetzen kein Gehalt, eignen sich aber gut für Wartezeiten und kurze Pausen, und du brauchst dafür kein Startkapital. Wenn du das ausprobieren willst, findest du eine Übersicht über seriöse Portale für bezahlte Umfragen.
Wo ein Online Minijob an seine Grenzen stößt
Ich halte einen Online Minijob für eine gute Lösung, wenn du schnell und sicher Geld brauchst. Neben einem Vollzeitjob hat er aber Schwächen, die du vor der Bewerbung kennen solltest.
Die Obergrenze ist eingebaut. Mehr als die Verdienstgrenze ist in einem Online Minijob nicht vorgesehen, egal wie gut du arbeitest.
Mehr Geld heißt mehr Stunden. Und genau die sind neben dem Hauptjob knapp.
Feste Zeiten. Viele Arbeitgeber erwarten feste Schichten oder Erreichbarkeit. Das verträgt sich nicht immer mit Überstunden, Familie oder einem müden Mittwochabend.
Es entsteht nichts Eigenes. Nach einem Jahr hast du Geld verdient, und das ist gut. Ein Projekt, das auch ohne deine Stunden weiterläuft, hast du nicht.
So sieht der Vergleich mit einem eigenen Nebeneinkommen aus:
| Online Minijob | Eigenes Nebeneinkommen | |
|---|---|---|
| Geld ab dem ersten Monat | Ja, fester Lohn | Nein, erst nach einer Aufbauphase |
| Obergrenze | Verdienstgrenze des Minijobs | Keine feste Grenze |
| Arbeitszeit | Nach Absprache, oft feste Schichten | Frei einteilbar |
| Startkosten | Keine | Gering, eventuell ein Kurs |
| Risiko | Gering | Kein garantierter Verdienst |
| Anmeldung | Erledigt der Arbeitgeber | Übernimmst du selbst |
| Was nach einem Jahr bleibt | Das verdiente Geld | Ein Projekt, das weiter Einnahmen bringen kann |
Meine Empfehlung ist deshalb klar. Brauchst du das Geld ab dem nächsten Monat, ist ein Online Minijob die richtige Wahl. Kannst du ein paar Monate warten, steck die Stunden lieber in etwas Eigenes. Beides gleichzeitig neben einem Vollzeitjob funktioniert selten, dafür reichen die freien Abende nicht.
Die Alternative zum Online Minijob: ein eigenes Nebeneinkommen
Ich habe selbst neben meinem Hauptberuf angefangen und über die Jahre ein kleines Geschäft mit Webseiten aufgebaut, über die ich Kurse und digitale Produkte empfehle. Die wichtigste Erfahrung daraus: Du brauchst weder Startkapital noch Programmierkenntnisse. Was du brauchst, ist ein fester Platz in deiner Woche, zum Beispiel zwei Abende und ein Vormittag am Wochenende.

Neben einem Job eignen sich vor allem Wege, die ohne feste Kundentermine und ohne Kamera auskommen:
Affiliate-Marketing
Du empfiehlst Produkte, die zu einem Thema passen, und erhältst für jeden Verkauf über deinen Link eine Provision. Wie der Einstieg gelingt, steht im Leitfaden zum Affiliate-Marketing.
Projekte mit KI
KI-Werkzeuge nehmen dir Texte, Bilder und sogar Musik ab und sparen genau die Zeit, die neben dem Job fehlt. Sieben konkrete Wege, mit KI Geld zu verdienen, findest du in einem eigenen Ratgeber.
Weitere Ideen
Von digitalen Produkten bis zu kleinen Dienstleistungen: Eine Auswahl nach Aufwand und Startkosten findest du unter Ideen für einen Nebenverdienst.
Anders als ein Online Minijob ist ein eigenes Nebeneinkommen eine selbständige Tätigkeit. Du meldest sie an, gibst die Einnahmen in der Steuererklärung an und informierst wie beim Minijob deinen Arbeitgeber, falls dein Vertrag das verlangt. Wie die Anmeldung genau aussieht, unterscheidet sich zwischen Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Wie viele Stunden die einzelnen Wege brauchen und welcher in deine Woche passt, zeigt dir die Übersicht zum Online Nebenjob.
Mein Tipp für den Einstieg
Wenn du statt eines Online Minijobs etwas Eigenes ausprobieren willst, ohne gleich Geld auszugeben, ist ein kostenloses Training ein guter erster Schritt. Ich empfehle dafür das Online-Training zu KI Affiliate Code. In etwa 90 Minuten bekommst du einen Fahrplan, wie du Affiliate-Marketing mit ChatGPT und anderen KI-Werkzeugen aufbaust, und kannst danach in Ruhe entscheiden, ob dir dieser Weg liegt.
KI Affiliate Code
- Online-Training von etwa 90 Minuten
- Fahrplan für Affiliate-Marketing mit KI
- Keine Vorkenntnisse nötig, dich sieht niemand
- Fragen kannst du im Chat stellen
Termin für das Training wählen
Am Ende des Trainings wird ein Programm vorgestellt. Ob es zu dir passt, entscheidest du danach in Ruhe.
Minijob oder eigenes Projekt?
Zehn kurze Fragen zeigen dir, welcher Weg zu dir und zu deiner freien Zeit passt. Dazu auf Wunsch ein kostenloser Startplan.
Zum Typ-TestHäufige Fragen zum Online Minijob
Wie viel darf ich mit einem Online Minijob verdienen?
Darf ich neben meinem Hauptjob einen Minijob haben?
Muss ich meinem Arbeitgeber Bescheid geben?
Gibt es Online Minijobs ohne Vorkenntnisse?
Sind Microjobs und Umfragen ein Minijob?
Ist ein Online Minijob seriös, wenn ich vorher etwas bezahlen soll?
Was ist besser: Online Minijob oder eigenes Nebeneinkommen?
